Pläne für Geothermie-Großprojekt in der Schweiz

In der Schweiz soll nicht nur in St. Gallen heißes Wasser aus dem Untergrund zur Energiegewinnung genutzt werden. Auch im nah gelegenen Gebiet Gossau-Herisau prüfen die St. Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG (SAK), die Stadtwerke St. Gallen und die Axpo bereits, ob ein zweites oder gar drittes Geothermie-Kraftwerk inklusive Fernwärmenetz in der Region gebaut werden könnte. Dazu wurde kürzlich ein Konsortium gegründet, eine 3D-Seismik-Kampagne hatte das geothermische Potenzial schon vor zwei Jahren aufgezeigt. Das berichtet der GtV Bundesverband Geothermie. Die beiden derzeit anvisierten potenziellen Standortgebiete bräuchten nicht um das Kraftwerk zu buhlen. „Finden wir zwei geeignete Standorte, ist es nicht auszuschließen, dass wir beide nutzen“, sagt Ralph Egeter, Leiter neuer Kraftwerksprojekte bei der SAK und Geschäftsführer des Konsortiums. Die Konsortiumspartner begründen ihr großes Interesse an einem oder gar zwei Großprojekten damit, dass die Geothermie bei den erneuerbaren Energien in der Schweiz das größte Potenzial habe. Zudem besäßen solche Projekte immer noch Pioniercharakter.

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