Forscher des Fraunhofer-Instituts für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK haben eine neue Lösung zum Plagiat- und Manipulationsschutz für Baugruppen unter extremen Bedingungen erarbeitet. So sollen Komponenten von Pumpen und Kompressoren für Erdgas gesichert werden, die praktisch schutzlos in Eis und Schnee, Wüsten oder den Tropen betrieben werden.
Zu sicheren Kennzeichnungen wurden die bekannten Schließköpfe (Pinplug) für Inbusschrauben durch das Fraunhofer IPK weiterentwickelt und mit einer Aufnahme für Kennzeichnungspulver versehen. Da unter extremen Betriebs- und Umgebungsbedingungen ein Anbringen der Kennzeichnungspulver – eingebettet in Kitte oder Lacke – einen unsicheren Halt aufweist, wird die neu entwickelte Plombe eingesetzt. Sie enthält das in ausgehärtetem Lack eingebettete Kennzeichnungspulver.
Die Plomben werden aus Sechskant-Aluminium-Stangen gefertigt und können zusätzlich durch Mikrofräsen mit einer Identität versehen werden. Nach Einbau der Originalkomponente wird die gefüllte Plombe mit einem geeigneten Werkzeug zum Versiegeln in den Innensechskant der abschließenden Inbusschraube eingeschlagen. Dies kann auch vor Ort geschehen.