Aufgrund der schärferen Vorschriften für schwefelarmen Treibstoff hat sich der Germanische Lloyd (GL) für den Aufbau einer Flüssiggas-Station im Hamburger Hafen ausgesprochen. Bereits ab August dürfen in der Nord- und Ostsee nur noch Treibstoffe mit 1,0 Prozent Schwefelgehalt eingesetzt werden, ab 2015 nur noch solche mit 0,1 Prozent. 2020 sind global nur noch Treibstoffe mit 0,5 Prozent erlaubt. Dann dürfen statt des momentan gängigen Schweröls nur noch leichte Dieselkraftstoffe in den Schiffen eingesetzt werden, die sehr viel teurer sind als LNG (Liquefied Natural Gas). Das Tanken von Flüssiggas soll in Hamburg ab 2014 möglich sein. Der GL arbeitet mit der Hamburger Hafen und Logistik AG und der Hamburg Port Authority (HPA) an einem Konzept, das ein Terminal vorsieht, das von Gastankern versorgt werden kann. Dort sollen Bargen den Treibstoff aufnehmen und die Schiffe betanken. Laut GL könnte für Hamburg zunächst eine Lagerung von 10.000 Kubikmetern ausreichen. Auch die Häfen in Rotterdam und Singapur planen bereits, sich auf die Gasversorgung von Handelsschiffen einzustellen. Damit werden LNG-Terminals zum Wettbewerbsfaktor unter den internationalen Häfen.