KSB verkauft drei Servicegesellschaften

Nach dem Verkauf von SPI Énergie im Januar setzt der Pumpen- und Armaturenhersteller KSB die Reorganisation seiner Serviceaktivitäten in Frankreich durch den Verkauf von drei auf die Wartung von nukleartechnischen und industriellen Anlagen spezialisierten Gesellschaften an die Orano-Gruppe fort.

Mit rund 200 Mitarbeitern sind KSB Service Énergie (KSE) und ihre Tochterfirma STII auf dem Gebiet der Wartung von kerntechnischen Anlagen tätig. Die in einem regulierten Nischenmarkt mit hohen Anforderungen tätige KSE ist laut KSB einer der wenigen integrierten Dienstleister, die von EDF autorisiert wurden, sich auf mehrjährige Ausschreibungen von Wartungsverträgen für Armaturen in deren Kernkraftwerken zu bewerben. Mit rund 100 Mitarbeitern ist KSB Service Cotumer (KSC) eine Gesellschaft mit Spezialisierung auf industrieller und energietechnischer Wartung. Die im Osten Frankreichs angesiedelte Gesellschaft KSC bietet „schlüsselfertige“ Wartungsarbeiten in der Werkstatt und vor Ort an.

Diese drei Gesellschaften werden von Orano DS, einer Gesellschaft der Orano-Gruppe, übernommen, die auf den Rückbau und den Service von kerntechnischen Anlagen spezialisiert ist. Mit 16.000 Mitarbeitern weltweit erzielt Orano einen Umsatz von ca. 3,8 Milliarden Euro im Jahr. „Diese Übernahme ermöglicht es Orano DS, den Status eines integrierten Dienstleisters für Armaturen zu erlangen und dadurch das Serviceangebot für Kernkraftwerke zu erweitern“, so KSB.
Der Pumpen- und Armaturenhersteller KSB konzentriert sich nun im Rahmen der Einführung der Marke KSB SupremeServ wieder auf sein Kerngeschäft, den Service und das Ersatzteilgeschäft, „bei denen wir nachhaltig profitables Wachstum erzielen können“, erklärt Dr. Stephan Timmermann, Sprecher der KSB-Geschäftsleitung.
Dr. Stephan Timmermann, Sprecher der KSB-Geschäftsleitung Foto: KSB
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