GEA erweitert Ventilabsperrung für aseptische Prozesse

GEA rüstet nun auch die aseptischen Doppelsitzventile der Aseptomag-Reihe mit LockOut-TagOut-Absperrungen (LoTo) aus. Damit erweitert der Konzern seinen Sicherheitsbaukasten für Prozessanlagen durch Ventiltechnik. LoTo-Vorrichtungen sind mechanische Feststellsysteme, die Maschinen von potenziell gefährlichen Energiequellen trennen, bevor Wartungs- oder Instandhaltungsarbeiten durchgeführt werden.

Ungenügend gesicherte Prozessanlagen sind häufig Unfallursachen in der Produktion. Werden Maschinen während einer Wartung unbefugt eingeschaltet, wird die gespeicherte Energie in Form von Hydraulikdruck, Druckluft, Gas, Dampf, elektrischer Energie oder Fluiden freigesetzt und kann das Bedienpersonal und die Anlagen selbst massiv schädigen. Da die Doppelkammerventile von GEA Aseptomag als Übergabestelle zwischen Prozessschritten fungieren, lässt sich mit ihnen die Energiezufuhr der Anlage „sehr effektiv steuern und mittels LoTo sichern“, erklärt das Unternehmen in einer Mitteilung.

LoTo besteht auch für die aseptischen Doppelsitzventile aus einer mechanischen Verriegelung (LockOut) und einer optischen Sicherung (TagOut): Die Doppelkammerventile GEA Aseptomag Typ DK sind mit einem modifizierten Ventilantrieb ausgestattet, der eine spezielle Laterne und Kolbenstangenverlängerung für das Sperrelement nutzt. Um das Ventil sicher zu verriegeln, führt der Bediener den Steckbolzen in die Laternenöffnung bis zum metallischen Anschlag. Durch dieses sogenannte Disk-Lock-Prinzip wird jede Bewegung von Antrieb und Ventilteller verhindert. Eine rote Sicherungsklammer um den Gewindering markiert, dass der nachfolgende Prozessbereich blockiert ist. Zusätzlich dient ein Vorhängeschloss der lückenlosen Identifizierung und Dokumentation.

 

Vorheriger ArtikelHygiene-Schrägsitzventile für die Lebensmittelherstellung
Nächster ArtikelGoetze KG Armaturen expandiert und zieht 2025 in Neubau
Michael Vehreschild
Michael betreut die Armaturen Welt als Redakteur. Als ausgebildeter Journalist beschäftigt er sich bereits seit vielen Jahren mit der Industrie und ihren Herausforderungen. Er weiß um die Themen, die die Armaturenbranche beschäftigt, und durchleuchtet sie in seinen Hintergrundberichten und Interviews.