EPCM-Partnerschaft für erste Lithiumraffinerie Europas

Der Industriedienstleister Bilfinger und das Clean-Tech-Unternehmen Rock Tech Lithium (RTL) haben eine Absichtserklärung für eine EPCM-Partnerschaft (Engineering, Procurement, Construction Management) unterzeichnet. Die Vereinbarung betrifft den Bau des ersten Lithiumhydroxid-Konverters Europas.

Die Produktionsanlage für batteriefähiges Lithiumhydroxid soll im brandenburgischen Guben entstehen und nach ihrer Realisierung jährlich 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid für die Batterien von 500.000 Elektroautos produzieren. „Die Produktion von Lithiumhydroxid als Bestandteil von Elektroauto-Batterien ist essentiell für eine klimafreundliche Mobilitätswende“, erklärt Christina Johansson, Interim-CEO und CFO von Bilfinger, in einer Mitteilung.

Das Projekt von Rock Tech befindet sich derzeit in einem fortgeschrittenen Planungsstadium. Bilfinger übernimmt unmittelbar Engineering-Leistungen und, im Falle der Verwirklichung, vor allem weitere Beschaffungsleistungen sowie das Baumanagement. Ein Teil des für die Produktion erforderlichen Lithiums wird aus dem Hardrock-Vorkommen des Unternehmens in Georgia Lake, Kanada, stammen.

Rock Tech Lithium verfolgt das Ziel, das Lithiumhydroxid über die gesamte Wertschöpfungskette mit den geringstmöglichen Auswirkungen auf die Umwelt zu produzieren. So hat das Unternehmen zusammen mit dem Deutschen Lithium-Institut ITEL eine Zero-Waste-Strategie entwickelt, die vorsieht, auch die Nebenprodukte der Lithiumhydroxid-Herstellung zu verwerten – zum Beispiel in der Gipsindustrie. Ziel ist es, später auch das Lithium selbst zu recyceln.

 

Vorheriger ArtikelAUMA liefert Stellantriebe für Geothermie in Taiwan
Nächster ArtikelGEA liefert Gefriertrockner an Lebensmittelhersteller