Neue Unternehmensstrategien für Lieferketten

Neue Unternehmensstrategien für Lieferketten ARTIKEL DER WOCHE

Foto: Rockwell Automation

57 Prozent der Entscheidungsträger im Bereich Lieferketten haben bereits Maßnahmen zur Verringerung der Ausschussrate in der Lieferkette eingeführt oder weiten diese aus, wie aus einer von Rockwell Automation in Auftrag gegebenen unabhängigen Studie hervorgeht. 45 Prozent der Unternehmen, die in Verfahren zur Serialisierung investiert haben, konnten durch die Serialisierung eine Umsatzsteigerung von mehr als 31 Prozent verzeichnen.

Ein Beitrag von Michael Vehreschild.

Rockwell Automation, ein Unternehmen für industrielle Automatisierung und digitale Transformation, hat in einer neuen Studie von Forrester Consulting festgestellt, dass digitale Transformation, Maßnahmen zur Nachhaltigkeit und Verbesserungen der Kundenerfahrung zu den wichtigsten Prioritäten bei der Entwicklung neuer Unternehmensstrategien für Lieferketten gehören.

Ausschussraten verringert

Die Studie von Forrester Consulting mit dem Titel „Increase Brand Loyalty and Generate ROI with Improved Traceability“ (Markentreue erhöhen und Kapitalrendite mit verbesserter Rückverfolgbarkeit generieren) wurde von Rockwell Automation in Auftrag gegeben, um herauszufinden, inwieweit Verpflichtungen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (Environmental, Social and Governance, ESG), externe regulatorische Anforderungen sowie die Markenreputation das Interesse an Lösungen zur Rückverfolgbarkeit der Lieferkette fördern.

Compliance ist zwar nach wie vor einer der wichtigsten Faktoren für neue Investitionen in das Lieferkettenmanagement, doch die Anforderungen in Bezug auf Nachhaltigkeit und Kundenerfahrung treiben diese strategischen Veränderungen voran. So haben 57 Prozent der Entscheidungsträger im Lieferkettenbereich bereits Maßnahmen zur Verringerung der Ausschussrate innerhalb ihrer Lieferkette eingeführt oder weiten diese aus.

Unternehmen konnten durch die Serialisierung eine Umsatzsteigerung von mehr als 31 Prozent verzeichnen. Foto: Pixabay

Die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage

– Nachhaltigkeit und Transparenz sind der Schlüssel zu einer besseren Kundenerfahrung: Während einige Unternehmen noch mitten in ihren Bestrebungen um eine digitale Transformation stecken, entwickeln sich diese Bemühungen entsprechend der aktuellen Situation weiter. Die Unternehmen setzen auf Rückverfolgbarkeit, um neue Maßnahmen für die Customer Experience hinsichtlich Nachhaltigkeit und Transparenz zu ergreifen. 62 Prozent der Befragten gaben an, dass sie Rückverfolgbarkeitsdaten zur Verbesserung der Kundenerfahrung und Produkte nutzen.

– Maßnahmen zur Rückverfolgbarkeit schaffen Abhilfe gegen Fälschungen und Unterschlagung: Fast die Hälfte (47 Prozent) der Befragten gab an, dass ihr Unternehmen jährlich 11 Prozent bis 60 Prozent der Umsatzerlöse durch Fälschungen verliert. 89 Prozent gaben an, dass die Schwarzmarktgeschäfte für sie problematisch sind. Das Fehlen einer eindeutigen Kapitalrendite hält jedoch 45 Prozent der Befragten davon ab, Rückverfolgbarkeit und Serialisierung einzuführen, mit denen diese Probleme abgeschwächt werden könnten.

– Der Erfolg eines Unternehmens hängt von der vollständigen Transparenz der Lieferkette, schnellen Produktrückrufen und einer stärkeren Markentreue ab: 79 Prozent der Befragten gaben an, dass ein vollständiger Überblick darüber, wo sich die Produkte in der Lieferkette befinden, für den Erfolg ihres Unternehmens entscheidend oder wichtig ist. 78 Prozent der Befragten sagten dasselbe über die Möglichkeit, die richtigen Produkte schnell zurückrufen zu können. Darüber hinaus gaben 77 Prozent an, dass die Markentreue aufgrund eines besseren Produktmanagements gestärkt wurde.

Unternehmen, die in umfassendere Rückverfolgbarkeitslösungen investieren, profitieren oft von verbesserten Datenverwaltungsrechten sowie Kosteneinsparungen durch weniger Fälschungen. Foto: Pixabay

Rückverfolgbarkeit optimiert Lieferketten

„Die Studie bestätigt, dass Unternehmen zunehmend feststellen, wie Rückverfolgbarkeit die Markentreue stärken, die Lieferketten optimieren und die Auswirkungen von Fälschungen in zentralen Märkten eindämmen kann“, erläutert Matt Fordenwalt, Vice President und Geschäftsführer, Systems & Solutions von Rockwell Automation.

Die von Forrester Consulting im Auftrag von Rockwell Automation durchgeführte Studie basiert auf einer Umfrage unter 307 Entscheidungsträgern im Bereich weltweiter Lieferketten zu ihrem Einsatz von bzw. ihrem Interesse an Rückverfolgbarkeits- und Serialisierungslösungen zur Optimierung ihrer Lieferkette.

Weniger Fälschungen

„Unternehmen verzeichnen aufgrund von Serialisierungsmaßnahmen bereits einen gewissen Erfolg. Diejenigen, die in umfassendere Rückverfolgbarkeitslösungen investieren, profitieren oft von verbesserten Datenverwaltungsrechten, Kosteneinsparungen durch weniger Fälschungen und Schwarzmarktgeschäften sowie einer höheren Kundenzufriedenheit“, so Christine Akselsen, CEO von Kezzler.

„Die Kapazitäten von Rockwell Automation im Bereich Lieferketten in Kombination mit den cloudbasierten Rückverfolgbarkeitstechnologien von Kezzler helfen Kunden dabei, Lieferanten, Produktion, Logistik und Verbraucher in einer Echtzeit-Rückverfolgbarkeitsplattform zu verbinden“, heißt es in einer Mitteilung.

Compliance ist zwar nach wie vor einer der wichtigsten Faktoren für neue Investitionen in das Lieferkettenmanagement, doch die Anforderungen in Bezug auf Nachhaltigkeit und Kundenerfahrung treiben diese strategischen Veränderungen voran. Foto: Rockwell Automation
Michael betreut die Armaturen Welt als Redakteur. Als ausgebildeter Journalist beschäftigt er sich bereits seit vielen Jahren mit der Industrie und ihren Herausforderungen. Er weiß um die Themen, die die Armaturenbranche beschäftigt, und durchleuchtet sie in seinen Hintergrundberichten und Interviews.

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